Vom Wurmfortsatz – Positionen aus dem Goms zur Triennale 2017
am anderen Ende des Kantons
Vom 26. August bis zum 22. Oktober 2017 fand die TRIENNALE zeitgenössischer Kunst, Valais/Wallis am Relais du Grand Saint-Bernard statt. Das ist weit weg vom Goms und doch im gleichen Tal, im selben Kanton. Nun reagierten die im Goms ansässigen freischaffenden Künstler auf die TRIENNALE am anderen Ende des Rhonetales mit der Ausstellung "Vom Wurmfortsatz".
Es gibt Alpenregionen wie beispielsweise das Bergell, welche sich sehr über die aus dem Tal hervorgegangen Kunstschaffenden definieren. Das Goms hingegen ist vor allem als touristische Region bekannt. Dabei hat das oberste Rhonetal einige namhafte Künstler vorzuweisen: Nebst Malern wie Rafael Ritz (1829-1894), der mit seinen Bergbildern speziell vom Matterhorn bekannt geworden ist oder Ludwig Werlen (1884-1928), welcher bei Ferdinand Hodler in Paris studiert hat, haben auch Schriftsteller und Dichter über die Landesgrenzen hinaus ihre Spuren hinterlassen.
Die Ausstellung „Vom Wurmfortsatz“ zeigte Werke von vier Kunstschaffenden und zwei eingeladenen Gästen, welche einige Zeit im Goms verbracht haben. Es sollte ein Manifest für die Kunst und das Leben und Wirken der Gommer Kunstschaffenden werden. Wie die große Schwester TRIENNALE im Unterwallis fand die Präsentation an einem Transitort statt: In Gletsch - einem Dorf, welches seit über hundert Jahren von Passverkehr und Reisenden geprägt ist. Die Werke waren im Blauen Haus zu sehen . Zu den besten Zeiten des Hotels Glacier du Rhone wurde dort gebacken und gewaschen sowie Strom produziert. Der Käsekeller der Alp ist in dem geschichtsträchtigen Haus heute noch in Benutzung.